Ernährungsmythos: Spätes Essen macht dick

Spät essen verhindert den Abnehmerfolg – so heißt es zumindest. Doch tatsächlich sind es Ernährungsmythen dieser und ähnlicher Art, die es uns so schwer machen, abzunehmen. Rotes Fleisch sei ungesund, zu viele Eier seien ungesund, – diese und viele andere Mythen bewirken, dass man vor lauter Ernährungsregeln die Orientierung verliert. All diese Ernährungsprinzipien zu befolgen, ist nämlich schlicht nicht möglich. Solche Leitsätze sind nicht nur alltagsuntauglich, sondern machen uns sogar ein schlechtes Gewissen, weil die Einhaltung dieser Regeln schwer oder gar nicht umsetzbar ist.

Freunde bereiten Essen zu

Wir wollen Fettmasse verlieren und Muskelmasse aufbauen. Das Motiv für dieses Ziel ist der Wunsch, attraktiver auszusehen und gesünder zu leben. Wir wollen uns wohlfühlen in unserem Körper. Und so unterwerfen sich viele von uns strengen Regeln, die beim Abnehmen helfen sollen. Man glaubt, wenn man diese Regeln streng einhält, könnte es klappen mit dem schlank werden. Teilweise sind diese Regeln aber nur schwer im Alltag umzusetzen, vor allem dann, wenn man versucht, sie alle auf einmal umzusetzen.  Früher oder später spürt man dann, wie man in unterschiedliche Richtungen gezogen wird, denn solche Regeln verunsichern uns und kratzen am Selbstwertgefühl, weil sie nicht praktizierbar sind. Umso schlimmer ist es, dass viele dieser Ernährungsregeln tatsächlich Mythen sind, wie z.B. der Ernährungsmythos, dass zu spät essen dick macht.

Woher kommt dieser Ernährungsmythos überhaupt?

Der Ursprung des Ernährungsmythos, spätes Essen mache dick, ist nicht genau zurückzuverfolgen. Es gibt zwei Spuren, die darauf hindeuten, wie dieser Mythos entstanden sein könnte. Die erste Spur ist der allseits bekannte Spruch: „Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann.“

Die zweite Erklärungsmöglichkeit für die Entstehung dieses Mythos ist wohl die Vorstellung, dass man abends/nachts nicht aktiv ist, also auch kein Fett verbrennen kann. So würde – laut dieser Überlegung – die überschüssige Energie als Fett eingelagert werden. Doch diese Vorstellung entspricht überhaupt nicht den Tatsachen. Denn auch im Schlaf verbraucht der Körper Energie, um die wichtigen Funktionen der Organe zu erfüllen.

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Wie kann es sein, dass spät essen dick macht?

Wie kann es sein, dass zwei Menschen in der gleichen Lebenssituation in körperlich in völlig unterschiedlicher Verfassung sind – die eine Person schlank, evtl. athletisch, und die andere mit Hüftgold? Nehmen wir mal an, zwei Männer (oder auch zwei Frauen) befinden sich in exakt den gleichen Lebensumständen. Beide haben einen Job mit dem gleichen Aktivitätslevel, sei es eine Arbeit im Büro, in der Produktionshalle oder auf dem Bau, das ist egal. Beide arbeiten in der gleichen Schicht, oder noch besser: lassen wir sie Arbeitskollegen der gleichen Schicht sein. Und trotzdem hat die eine Person einen athletischen Körper und erfreut sich an einem schlanken Erscheinungsbild, während die andere Person mit den Kilos zu kämpfen hat. Sie haben zur gleichen Zeit Feierabend, absolvieren im gleichen Umfang ihr Fitnessprogramm (oder eben auch nicht) und nehmen zur gleichen Zeit, nämlich frühestens um 18.30 Uhr, ihr Abendessen ein. Doch die eine Person hat die sexy Wohlfühlfigur und die andere Person eben nicht. Fazit: Am Zeitpunkt des Abendessens kann es definitiv nicht liegen.

Wenn man spätes Essen am Abend vermeiden will, mag sich noch eine andere quälende Frage stellen: Wenn ich abends nichts mehr essen darf, wie soll ich meinen Körper mit den richtigen Nährstoffen, wie z.B. Proteinen – und auch Kohlenhydraten – versorgen, um beim Fitnesstraining in die volle Intensität gehen zu können und meine Fitness- und Abnehmziele zu erreichen? Abgesehen von den ganzen unpraktischen strikten Regeln, denen man sich bei einer üblichen Diät unterwirft, soll man sich nun auch noch darin einschränken, wann man isst?

Schauen wir uns die Problematik noch einmal genauer an: Wenn man sein Fitness-Workout abends absolvieren will, lautet die allgemeine Empfehlung hierfür, einen kleinen Snack ca. 1 Stunde vor dem Training zu sich zu nehmen, damit man das Workout mit voller Intensität durchhalten kann. Im Anschluss an das Training kann man dann eine normale Mahlzeit einnehmen, die alles beinhaltet, was man nach einem Workout braucht. Möchte man jedoch die Daumenregel, ab 18 Uhr nichts mehr zu essen, einhalten, kommen einige Schwierigkeiten auf einen zu. Meistens kommt man ja erst um 18 Uhr oder kurz danach von der Arbeit nach Hause. Also ist die 18-Uhr-Daumenregel hier schon mal so ziemlich hinfällig. Zwingt man sich aber dazu, tatsächlich nichts mehr zu essen, riskiert man damit das Resultat, dass man gegen 21 Uhr noch eine Heißhungerattacke bekommt. An welche Richtlinie soll man sich denn nun halten beim Abendessen? Unser Fitness- und Motivationscoach Detlef hat die passende Antwort dazu:

Wie geht es besser?

Spät abends noch eine Mahlzeit zu sich zu nehmen, wirkt sich zwar nicht auf das Abnehmen aus, allerdings regt es die Verdauung an, was einen schlechteren Schlaf zur Folge hat. Allzu spät sollte man also doch nichts mehr essen. Es ist empfehlenswert, die letzte Mahlzeit danach auszurichten, wann man ins Bett geht. Zwischen dem letzten Bissen und dem Zubettgehen sollten ca. drei Stunden liegen. Dadurch verhindert man größtenteils, dass die Verdauung den Schlaf beeinträchtigt.

Wie wir bereits von Detlef gehört haben, kommt es aber nicht in erster Linie darauf an, wann man isst, sondern darauf, was man isst. Hier einige Lebensmittel, darunter auch gute Kohlenhydrate, die man auch spät abends noch essen kann, ohne den Abnehmerfolg zu gefährden:

  • Hülsenfrüchte
  • Avocado
  • Nüsse und Samen
  • Gemüse
  • Ei
  • Fisch
  • Fleisch

Welche einfachen Rezepte für leckere Mahlzeiten und Snacks man damit zubereiten kann, erfährt man in den BodyChange-Programmen oder auch im Kochbuch.

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